Möglichkeiten des kooperativen Beurteilens und Verbesserns von Schülertexten im Unterricht (eine Auswahl)

Feedback: Der Verfasser liest seinen Text vor. Die Zuhörer/innen notieren dabei oder danach einen Satz: eine Frage, eine Beobachtung, einen Einfall, einen Kommentar. Dann lesen sie reihum ihre Sätze vor, danach nimmt der Verfasser Stellung.

Ritual: Der Verfasser liest seinen Text vor. In einer ersten Runde sagt jeder Zuhörer, was ihm an dem Text gefallen hat, in einer zweiten Runde, welches Detail ihm besonders aufgefallen ist, in einer dritten Runde stellt er dem Verfasser Fragen zu dessen Text.

Autorenfolter: Der Verfasser liest seinen Text vor, danach diskutieren die Zuhörer/innen über den Text. Der Autor darf während der Besprechung überhaupt nichts sagen. Erst am Ende hat er die Gelegenheit zur Stellungnahme.

Lesung: Der Autor liest seinen Text vor und fragt nach Dingen, die ihm selbst wichtig sind.


Schreibkonferenz:
Die Schülerinnen und Schüler redigieren ihre Texte wechselseitig. Mindestens drei Schülerinnen und Schüler nehmen Stellung. Der Verfasser arbeitet die Anregungen und Bemerkungen in das Produkt ein.

Texte bearbeiten am PC: Verschiedene Gruppen bearbeiten am PC die Texte und benutzen dabei die Kommentar-Funktion des Textverarbeitungsprogramms. Jede/r schreibt zum Text, den er/sie gerade bekommen hat, Fragen, Ergänzungen, Anmerkungen, Umformulierungen.



Gestaltungsvorschläge für den Unterricht am Beispiel von Fontanes Effi Briest

S. 35, Ende 4. Kapitel:

Was geht in der Mutter vor, während Effi spricht?
Was besprechen Briest und sie im Anschluss an dieses Gespräch?

S. 43, Ende 5. Kapitel:

Was geht in der Mutter während der Lektüre vor?
Was antwortet die Mutter im Brief?

S. 54, Ende 6. Kapitel:

Was hütet sich Innstetten zu sagen? – Formulieren Sie seine Gedanken aus.
Was ist er denn für Effi? – Sie gibt sich Rechenschaft, macht sich ihre Gedanken.

S. 62, Ende 7. Kapitel:

„Innstetten sah in einer kleinen Verlegenheit vor sich hin..." – Formulieren Sie seine Gedanken aus. Beachten Sie dabei auch seine Aussage am Anfang des achten Kapitels.

S. 133/134 und 335-Ende:

Parallelverfilmung der beiden Szenen: Wie kann man die Komplementarität zeigen?
Weitere Komplementärszenen suchen lassen (z.B. 248/335 – Anfang/132/320)

S. 200:

Wir erfinden ein Gespräch zwischen Wüllersdorf und Innstetten in Berlin, in dem Innstetten seine Frau beschreibt.

S. 205/206: Ende 21. Kapitel:

Wir verfilmen das Streitgepräch Effis und Innstettens (Kameraführung, Gestik etc beachten!).

S. 271 f.

Crampas erhält Innstettens Forderung. Was geht in ihm vor?

S. 213, 22. Kapitel und S. 277, 29. Kapitel:

Gieshübler in seinem Schmerz. Fontane ergänzt eine halbe Seite mit Innensicht Gieshüblers, der u.a. an den Abschied von Effi zurückdenkt.

Ende:

Innstetten erfährt im Beisein von Wüllersdorf, der sich jedoch gleich darauf verabschiedet, vom Tod Effis...

Als Lesekontrolle und mehr:

Nach Effis Tod stellen sich die wichtigsten Personen vor, sagen etwas über sich und über Effi bzw. ihr Verhältnis zu Effi (Innstetten, Roswitha, Johanna, Luise, Briest, Dagobert, Rummschüttel)




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