Arbeitshefte zur Literaturgeschichte
(erschienen im Cornelsen-Verlag, Berlin)

 

Synoptische Übersicht über die Inhalte aller bis 2000 erschienenen Bände.

Link zu einem Artikel in der Cornelsen-Zeitschrift "Deutsch extra" über die Reihe - ausführliche Konzeptionsbeschreibung mit exemplarischem Bild- und Textmaterial (Frühjahr-Sommer 2002)


Übersicht über alle 12 Hefte (die Reihe ist komplett):

  • Barock (Dr. Siegfried Körsgen, Hausen o. Rottweil,  und Angelika Schweizer-Robold, Bad Dürrheim)
  • Aufklärung (R.L.)
  • Sturm und Drang (R.L.)
  • Weimarer Klassik (R. L.)
  • Romantik (R.L.)
  • Realismus (Dorothee Weymann, Berlin)
  • Expressionismus (R.L. in Zusammenarbeit mit Angelika Schweizer, Bad Dürrheim, und Dr. Harald Frommer, Schramberg)
  • Literatur um 1900 (Ulrike Ladnar, Frankfurt)
  • Frührealismus (R.L. in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Karlheinz Fingerhut, Ludwigsburg, und Dr. Harald Frommer, Schramberg)
  • Weimarer Republik und Exil (Dr. Volker Herrmann, Freiburg, Ulrike Ladnar, Frankfurt, Reinhard Lindenhahn, Bad Dürrheim)
  • Literatur nach 1945 (Dr. Volker Herrmann, Freiburg, Ulrike Ladnar, Frankfurt, Birgit Neugebauer, Stuttgart, Donate & Reinhard Lindenhahn, Bad Dürrheim)
  • Literatur im Test (R.L.) – mit ausklappbarer Synopse zur deutschen Literaturgeschichte vom Mittelalter bis ins Jahr 2000

     


     




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    Konzeptionsbeschreibung aller Bände:

    Mehr lernen, als im Buche steht.

    Diese Kurzformel – eine Kapitelüberschrift aus dem Heft „Aufklärung" – umschreibt die ganze Konzeption der vorliegenden Arbeitshefte zur Literaturgeschichte. Die Hefte sind mehr als eine Sammlung von Texten und dazugehörigen Aufgaben, wie man sie aus zahlreichen Oberstufen-Lehrbüchern kennt. Und sie sind mehr als die aus Unter- und Mittelstufe gewohnten Arbeitshefte, die nur schon Gelerntes noch einüben helfen. Herkömmliche Literaturgeschichten haben wenig Primärtext und sagen nichts über die jeweilige Zeit und ihre sozialen, kulturellen und politischen Bedingungen. Oberstufen-Lehrwerke dagegen sind in aller Regel nichts als besser oder schlechter kommentierte Textsammlungen oft ohne inneren Zusammenhang und ohne Möglichkeit für die Schülerinnen und Schüler, sich die jeweilige Epoche und ihre Menschen plastisch vor Augen führen zu können. Beide Konzeptionen haben gemein, dass sie häufig kopflastig sind, was den Unterrichtsstoff Literaturgeschichte auch bei Schülerinnen und Schülern nicht übermäßig beliebt macht.
    Diesem Umstand will die Konzeption der Arbeitshefte Rechnung tragen. Hier wird Literatur nicht nur in ihrem Kontext gezeigt

    Die Grundidee – Aktion und Interaktion

    Die Bände sollen zuverlässig und unterhaltsam zugleich über die Epochen der deutschen Literatur informieren - auch natürlich die Kolleginnen und Kollegen -, dabei aber auch die Möglichkeit bieten, aktiv und kreativ mit dem angebotenen Textmaterial zu arbeiten. Besonderes Augenmerk wurde darauf gelegt, Literatur nicht losgelöst von den sozialen und politischen Grundlagen der Zeit zu betrachten, sie andererseits aber auch nicht als plattes Abbild bestehender Verhältnisse anzusehen. Die Wechselbeziehung von Zeitgeschichte und Literatur nimmt eine zentrale Stellung ein, macht Literatur transparent und ermöglicht eine über den Fachbereich hinausgehende vergleichende Betrachtung von literarischen Werken, Geschichte, Kunst und Kultur im weiteren Sinne.

    Der Aufbau – solide Basis mit beliebigen Erweiterungsmöglichkeiten

    Nach einem Basiskapitel, in dem zentrale Texte in die Charakteristika der jeweiligen Epoche einführen, folgen zwei bis drei weitere, die diese zentralen Gehalte vertiefen – häufig am Beispiel von Textpassagen aus größeren literarischen Werken. Diese Kapitel wollen und können die Lektüre der Ganzschrift zwar nicht ersetzen, wohl aber erleichtern sie deren Behandlung im Unterricht ganz wesentlich und vermitteln selbst dann einen guten Einblick in die Thematik und Problematik des jeweiligen Werkes, wenn dieses – z.B. aus Zeitgründen – nicht vollständig im Unterricht behandelt wird.
    Nun schließen sich einige Ergänzungskapitel an, die den Schülerinnen und Schülern Einblick geben in das zeitgeschichtliche Umfeld der Epoche – auch hierbei wird viel Wert auf Kontinuität gelegt, so ist z.B. jeweils eines der Ergänzungskapitel der Situation der Frau in der betreffenden Zeit gewidmet, ein anderes bringt das Porträt eines Dichters der Epoche, ein drittes beleuchtet ihr gesellschaftliches Umfeld (die Themen reichen dabei von Fürstenwillkür über Strafvollzug und Soldatenverkauf bis hin zu Erziehung und Hygiene der damaligen Zeit).
    In den Heften werden auch Bezüge zu den Entwicklungen der europäischen Literatur hergestellt bzw. ein Überblick über literarische und gesellschaftliche Entwicklungen gegeben, der durch verschiedene Synopsen abgerundet wird. Den Abschluss bildet in jedem Heft ein kleines Kapitel mit anregenden Rätseln zur Lernkontrolle.
    Dieser Aufbau wird nun von seiner Grundkonzeption her in jedem Heft weitestgehend beibehalten, so dass es möglich ist, durchgängige Entwicklungslinien in verschiedenen Bereichen der literarischen wie auch der außerliterarischen Entwicklung zu ziehen, was einen Querschnitt ermöglicht, wie ihn ein herkömmliches Unterrichtswerk nicht bieten kann.
    Der größte Teil der Arbeitshefte kann von den Schülerinnen und Schülern bei Bedarf und bei Zeitmangel auch völlig selbständig, z.B. in Form von Kurzreferaten, erarbeitet werden. Darüber hinaus werden in jedem Kapitel weitere mögliche Referatthemen genannt und Anregungen zu weiterführender Lektüre gegeben. Bewährt haben sich auch Kurzreferate im Stil von Unterrichtsstunden, d.h., die Schülerinnen und Schüler gestalten selbst eine Unterrichtsstunde oder einen Teil davon. Hintergrund einer solchen Maßnahme ist nicht zuletzt die Erfahrung, dass es mittlerweile ein Leichtes ist, sich aus dem Internet Referate und Facharbeiten zu fast jedem beliebigen Thema zu kopieren.
    Ein wesentliches Ziel der Konzeption ist es also, den Schülerinnen und Schülern das selbständige Erarbeiten der Epochen in all ihren Eigenheiten und Widersprüchen zu ermöglichen. Die einleitenden Autorentexte zu den Kapiteln und Unterkapiteln haben lediglich hinführende Funktion, der  individuelle Zugang zum Text und die eigene Beschäftigung mit dem Text haben konzeptionell Vorrang.
    Um Lehrern und Schülern einen schnellen Überblick zu erleichtern, sind die Aufgaben zu den einzelnen Texten übersichtlich mit Pictogrammen je nach Aufgabenart gekennzeichnet; so kann man z.B. gleich zwischen kreativen Aufgaben, Anleitungen zur Methodik des Interpretierens oder Erörterungsthemen unterscheiden.
    Kernpunkt der Aufgabenstellung ist in jedem Fall jedoch die Textanalyse. Sie wird nicht verstanden als leidige Begleiterscheinung, sondern die verschiedenen – häufig kreativen – methodischen Zugriffe auf unterschiedliche Texte dienen letztendlich dazu, die Schülerinnen und Schüler zu motivieren, beim Lesen genau hinzusehen und das eigene Vorverständnis kritisch am Text zu hinterfragen.
    Die Textanalyse wird demzufolge auch in fast allen Kapiteln geübt – z.T. mit eigens dafür entworfenen Arbeitsblättern und mit je nach Schwierigkeitsgrad des Textes unterschiedlicher Hilfestellung und Anleitung.
    Lösungsvorschläge finden sich in einem separaten Anhang, der von der Lehrkraft vor der Ausgabe der Hefte entnommen werden kann, wenn vermieden werden soll, dass die Schülerinnen und Schüler die vorgeschlagenen Lösungen einsehen können. Diese Lösungsvorschläge werden nicht in Form von kurzen Antworten präsentiert, die den Eindruck erwecken könnten, es solle abfragbares Wissen vermittelt werden, sondern es handelt sich dabei um qualifizierte, ausführliche Textanalysen, die den Lernenden exemplarisch zeigen, wie man eine Interpretation aufbaut, wie man zitiert, auf welche Details man achtet.

     

    Literatur im Test (Kopiervorlagen!):

    Diese Heft unterscheidet sich von den andern insofern, als es eine Gesamtschau dessen bietet, was Oberstufenschüler/innen an literaturgeschichtlichem und literaturanalytischen Fachwissen haben sollten. Es vermittelt Wissen und Möglichkeiten zum Selbsttest und zum eigenständigen Arbeiten in Form motivierender Rätsel, synoptischen und anderen Darstellungen im Überblick und gibt immer wieder Möglichkeiten, epochenspezifische Texte durch komparatistische Zugriffe in ihren Eigenarten zu erkennen (64 Seiten).

    Probeseiten (weitere auf der Homepage des Cornelsen-Verlags (www.cornelsen.de)

     

     
     

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